Die aktuelle Print- & Online-Ausgabe | 188./189. Folge | Mai 2016:

Bodensteuer - Landwirtschaft in Afrika - Flüchtlinge - Negativzinsen - Wachstumskritik

Anja Humburg & Wilfried Bommert: Unter falscher Flagge? – Entwicklungspolitik der “New Alliance for Food Security and Nutrition”
Justina Fischer: Positive Auswirkungen des Zustroms von Flüchtlingen für Deutschland
Roland Geitmann †: Geld und Rüstung – Vom Zusammenhang zwischen Geldsystem, Wirtschaftskrisen und Rüstung
Miles Kimball: Negativzinspolitik als konventionelle Geldpolitik 

Johann Walter: Durch Negativzinsen zu Wachstum oder zu stationärem und sozialem Wirtschaften?
Helmut Woll: Ivan Illichs sozialphilosophische Kritik an der modernen Industriegesellschaft
Ulrich Kriese: Die Bodensteuer – Politische Debatte und Perspektive
Berichte – Bücher
Welt aus den Fugen?
- Tagungen des Seminars für freiheitliche Ordnung
58. Mündener Gespräche
in Wuppertal

REZENSIONEN   
David Harvey: Siebzehn Widersprüche und das Ende des Kapitalismus (aus dem Amerikanischen von Hainer Kober). Berlin 2015. (Alwine Schreiber-Martens)
Barbara Muraca: Gut Leben - Eine Gesellschaft jenseits des Wachstums. Berlin  2014. (Ulrich Schachtschneider)
Serge Latouche: Es reicht! - Abrechnung mit dem Wachstumswahn (mit einem Vorwort von Niko Paech). München 2015. (Dirk Posse)
Le Monde diplomatique / Kolleg Postwachstumsgesellschaften: Atlas der Globalisierung - Weniger wird mehr. Berlin 2015. 173 Seiten. (Frank Adler)
Tomáš Sedláček: Die Ökonomie von Gut und Böse. München 2012. (Helmut Woll)
Tomáš Sedláček & Oliver Tanzer: Lilith und die Dämonen des Kapitals - Die Ökonomie auf Freuds Couch. München 2015. (Helmut Woll)
Nils Ole Oermann: Anständig Geld verdienen? - Eine protestantische Wirtschaftsethik. Freiburg/Br. 2014. (Christoph Körner)
Franz Segbers: Ökonomie, die dem Leben dient - Die Menschenrechte als Grundlage einer christlichen Wirtschaftsethik. Neukirchen/Kevelaer 2015. (Christoph Körner)
Roland Geitmann: Sozialökonomische Weisheitsschätze der Religionen (herausgegeben von Dieter Fauth als Band 1 der „Religionen in sozialökonomischer Sicht“) . Zell am Main 2016. (Christof Karner)
Dieter Prokop: Kritische Theorie des Gelds. Marburg 2014. (Christian Thiel)
Karl Georg Zinn: Vom Kapitalismus ohne Wachstum zur Marktwirtschaft ohne Kapitalismus. Hamburg 2015. (Tobias Schütze)
Thomas Mayer: Die neue Ordnung des Geldes - Warum wir eine Geldreform brauchen. München 2014. (Ferdinand Wenzlaff)
Stiftung trias: Das Erbbaurecht - Ein anderer Umgang mit Grund und Boden. Hattingen 2015. (Red.)

> Die nächste Doppelfolge 190/191
Europa- und Eurokrise, Mittlere Technologie und Umweltrecht
erscheint im Oktober 2016 <

 

Die Zeitschrift für Sozialökonomie ...

... wurde 1964 von einem Kreis von Kritikern der neoklassischen Standardökonomie gegründet, die frühzeitig erkannten, dass das westdeutsche ‚Wirtschaftswunder’ nicht von Dauer sein würde. Im Gegensatz zum neoklassischen Axiom, wonach das Geld neutral sei, sahen sie gerade in der Nicht-Neutralität des Geldes die wesentliche Ursache für die ungerechte Verteilung der Einkommen und Vermögen sowie für die Vermachtung und Krisenanfälligkeit kapitalistischer Marktwirtschaften.
   Statt die Funktionsmängel des Geldes im Sinne eines keynesianischen deficit spending kompensieren zu wollen oder sie nach Art der monetaristischen Geldmengensteuerung weiterhin zu ignorieren, hat es sich die Zeitschrift für Sozialökonomie seitdem zur Aufgabe gemacht, den alternativökonomischen Gedanken einer Neutralisierung des Geldes wissenschaftlich zu begründen und damit zur Entwicklung von Grundlagen einer nicht nur freiheitlichen und effizienten, sondern auch gerechten und friedlichen Wirtschaft beizutragen. Zu diesen Grundlagen gehört auch die Überzeugung, dass der Boden und die übrigen natürlichen Ressourcen Gemeinschaftsgüter der Menschheit sind und dass bei aller Freiheitlichkeit und Effizienz der Nutzung allen Menschen ein Grundrecht auf eine gleiche Teilhabe an diesen natürlichen Lebensgrundlagen zugestanden werden muss.
   Die Zeitschrift für Sozialökonomie versteht sich als ein offenes Forum für die Suche nach den ordnungspolitischen Grundlagen einer „Marktwirtschaft ohne Kapitalismus“, in der die Konjunktur stabilisiert, Vollbeschäftigung erreicht, arbeitsloses Einkommen durch Überwindung der Kapitalknappheit und damit des Zinses beseitigt und der Wettbewerb von mono- und oligopolistischen Vermachtungen befreit wird. Nach dem Niedergang des kommunistischen Sowjetimperiums und dem vorläufigen Sieg des westlichen Kapitalismus im Wettkampf der Systeme wird es angesichts der unübersehbaren Schattenseiten der ‚neoliberalen’ Epoche einer ungeordneten Privatisierung und der ebenso unübersehbaren ökologischen Grenzen der Wirtschaftsentwicklung immer dringender, Alternativen zum ökonomischen Mainstream zu suchen und hierüber einen Dialog mit anderen wissenschaftlichen und zivilgesellschaftlichen KritikerInnen des Mainstreams zu pflegen.

Herausgegeben wird die Zeitschrift für Sozialökonomie von der Stiftung für Reform der Geld- und Bodenordnung in Zusammenarbeit mit der Sozialwissenschaftlichen Gesellschaft 1950 e.V.

Redakteur ist Dipl.-Ökonom Werner Onken. Zu den MitarbeiterInnen gehören Ass.jur. Fritz Andres, Dr. Edoard Beretta, Dipl.-Kfm. Thomas Betz, Helmut Creutz, Dr. Max Danzmann, Dr. Dieter Fauth, Prof. Dr. Arno Gahrmann, Prof. Dr. Roland Geitmann (†), Dr. Hugo Godschalk, Dipl.-Vw. Ass.jur. Jörg Gude, Dr. Eva-Maria Hubert, Dr. Christof Karner, Prof. Dr. Margrit Kennedy (†), Dr. Christoph Körner, Prof. Dr. Dirk Löhr, Dr. Elisabeth Meyer-Renschhausen, apl. Prof. Dr. Niko Paech, Prof. Dr. Gerhard Senft, Dipl.-Math. Alwine Schreiber-Martens, Dr. Hans-Günter Wagner, Prof. Dr. Johann Walter, Dipl.-Kfm. und Dipl.-Volksw. Ferdinand Wenzlaff u.a.

Unsere Grundsätze

Gesellschafts- und wirtschaftspolitischer Erkenntnisgewinn wird bislang noch vielfach durch mächtige Gruppeninteressen und in zunehmendem Maße auch durch rechts- und linksextremistische Ideologien fehlgeleitet. Im Gegensatz dazu haben sich die MitarbeiterInnen der Zeitschrift für Sozialökonomie das Ziel gesetzt, ordnungspolitische Grundlagen für eine sozial- und umweltverträgliche Marktwirtschaft sowie für eine freiheitliche Demokratie zu erarbeiten. Sie bekennt sich zu den Grundsätzen:
-  der Respektierung der gleichen Würde und Rechte aller Menschen unabhängig von ihrer Herkunft, Hautfarbe und Religion,
-  der Freiheit und sozialen Gerechtigkeit im Rahmen der Verantwortung eines jeden Menschen für sich und die Allgemeinheit,
-  des Eigentums an selbst erarbeiteten Gütern,
-  einer freien, weder durch Monopole und Machtinteressen noch durch protektionistische Schranken verfälschten Marktwirtschaft,
-  der Achtung vor der natürlichen Mitwelt,
-  der Verständigung zwischen Menschen und Völkern in einer weltoffenen Zivilgesellschaft,
-  des Strebens nach innerem und äußerem Frieden.